Pokemon Karten Herstellung: So funktioniert die Fabrik!

Pokemon Karten Herstellung: Einblick in die Fabrik. So werden die Sammelkarten produziert!

Pokémon-Karten haben sich längst vom Spielzeug zum weltweiten Sammelphänomen entwickelt. Seltene Exemplare wechseln für hohe Summen den Besitzer, neue Erweiterungen sorgen regelmäßig für lange Schlangen und ungeöffnete Displays werden teilweise selbst zu Sammlerobjekten. Dabei beginnt jede dieser Karten an einem wesentlich unspektakuläreren Ort: in einer industriellen Kartenproduktion.

Doch wie werden Pokémon-Karten hergestellt, wer druckt sie eigentlich und wo entstehen die deutschen Karten? Hinter einem Booster steckt eine erstaunlich komplexe Produktionskette. The Pokémon Company übernimmt dabei nicht jeden Arbeitsschritt selbst, sondern arbeitet für die physische Herstellung mit spezialisierten Unternehmen zusammen.

Wer stellt Pokémon-Karten her?

Wer nach dem Hersteller von Pokémon-Karten sucht, stößt schnell auf The Pokémon Company. Ganz falsch ist das nicht, allerdings muss zwischen dem Unternehmen hinter dem Sammelkartenspiel und der eigentlichen physischen Produktion unterschieden werden.

The Pokémon Company verantwortet die Pokémon-Marke und das Sammelkartenspiel. Außerhalb Asiens spielt insbesondere The Pokémon Company International, kurz TPCi, eine zentrale Rolle.

Die Karten kommen jedoch nicht einfach aus einer einzigen „Pokémon-Fabrik“. Für die physische Produktion arbeitet Pokémon mit spezialisierten Herstellern zusammen, die über die notwendigen Druck-, Veredelungs- und Verpackungsanlagen verfügen.

Einer der bekannten Namen in diesem Zusammenhang ist Cartamundi. Das belgische Unternehmen gehört zu den weltweit größten Herstellern von Spiel- und Sammelkarten und nennt Pokémon selbst als eine der Marken, für die es produziert.

Nintendo druckt die Pokémon-Karten nicht selbst

Ein häufiges Missverständnis betrifft Nintendo. Weil Pokémon eng mit Nintendo verbunden ist und die Videospiele vor allem von Nintendo-Konsolen bekannt sind, liegt die Vermutung nahe, Nintendo würde auch die Sammelkarten produzieren.

So einfach ist die Struktur jedoch nicht. Nintendo ist eines der Unternehmen hinter der Pokémon-Marke, betreibt aber nicht einfach die Druckereien, aus denen sämtliche Pokémon-Karten stammen.

Für das internationale Pokémon-Sammelkartenspiel ist The Pokémon Company International zuständig. Die physische Herstellung kann wiederum bei spezialisierten Produktionspartnern liegen.

Wenn von einem „Pokémon-Kartenhersteller“ gesprochen wird, muss deshalb immer geklärt werden, ob damit der Verantwortliche für das Produkt oder die tatsächliche Druckerei gemeint ist.

Wo werden deutsche Pokémon-Karten hergestellt?

Auch hierzu findet man im Internet unterschiedliche Angaben. Häufig heißt es etwa, deutsche Pokémon-Karten würden grundsätzlich in Belgien produziert. Eine solche pauschale Aussage lässt sich jedoch nicht halten.

The Pokémon Company International gibt für seine internationalen Karten an, dass englische, französische, italienische, deutsche und spanische Pokémon-Karten in den Vereinigten Staaten oder innerhalb der Europäischen Union gedruckt werden.

Eine deutschsprachige Karte muss daher nicht aus Deutschland stammen. Ebenso lässt sich anhand der Sprache allein nicht erkennen, aus welcher Fabrik oder welchem Land ein bestimmtes Exemplar kommt.

Bei ungeöffneten Produkten hilft die Verpackung weiter. Pokémon verweist bei Fragen zum Herkunftsland auf die entsprechenden Angaben auf der Produktverpackung.

Cartamundi: Ein Gigant hinter Spiel- und Sammelkarten

Cartamundi dürfte außerhalb der Spielebranche deutlich weniger Menschen bekannt sein als Pokémon. Dabei gehört das Unternehmen zu den großen Namen der internationalen Kartenproduktion.

Der Hauptsitz befindet sich im belgischen Turnhout. Der Konzern betreibt Produktionsstätten in verschiedenen Ländern und stellt Spielkarten, Sammelkarten sowie weitere Spieleprodukte her.

Pokémon ist dabei keineswegs die einzige bekannte Marke, die mit Cartamundi in Verbindung steht. Das Unternehmen nennt beispielsweise auch Magic: The Gathering, Monopoly und UNO in seinem Portfolio.

Für ein modernes Trading Card Game sind solche spezialisierten Hersteller wichtig. Millionen Karten müssen mit hoher Geschwindigkeit produziert werden, während Format, Farben, Zuschnitt und besondere Oberflächen möglichst konstant bleiben sollen.

So beginnt die Herstellung einer Pokémon-Karte

Bevor überhaupt eine Druckmaschine läuft, muss die eigentliche Karte entstehen. Das beginnt mit Spielmechanik, Kartendaten, Illustration und grafischer Gestaltung.

Das Motiv einer Pokémon-Karte besteht aus verschiedenen Elementen. Dazu gehören je nach Karte unter anderem die Illustration, Name und Werte des Pokémon, Attacken, Symbole, Kartennummer, Seltenheitsangaben sowie rechtliche Informationen.

Diese Elemente werden zu einer digitalen Druckvorlage zusammengeführt. Für internationale Versionen kommen zusätzlich Übersetzung und Anpassung der Texte hinzu.

Erst wenn die Daten für die Produktion vorbereitet sind, beginnt die eigentliche Pokémon-Karten Herstellung.

Pokémon-Karten werden auf großen Druckbögen gedruckt

Eine Druckerei produziert Pokémon-Karten nicht einzeln. Stattdessen befinden sich zahlreiche Karten auf einem großen Druckbogen.

Das ist wesentlich effizienter. Moderne industrielle Druckanlagen können auf diese Weise enorme Stückzahlen produzieren. Anschließend müssen die bedruckten Bögen weiterverarbeitet und schließlich in einzelne Karten zerlegt werden.

Genau dieser Produktionsschritt erklärt auch eine Besonderheit, die vielen Sammlern bekannt ist: das sogenannte Centering.

Liegt der Schnitt nicht exakt an der vorgesehenen Position, kann der Rand einer Karte auf einer Seite breiter ausfallen als auf der anderen. Die Karte funktioniert deshalb zwar weiterhin, für Sammler kann diese Abweichung jedoch relevant sein.

Warum Pokémon-Karten nicht einfach aus normalem Papier bestehen

Wer zum ersten Mal eine Sammelkarte in der Hand hält, könnte sie für besonders dickes Papier halten. Für eine langlebige Spielkarte reicht gewöhnliches Druckerpapier jedoch nicht aus.

Das Material muss stabil genug sein, um häufiges Anfassen und Mischen auszuhalten. Gleichzeitig muss es sich sauber bedrucken, schneiden und bei besonderen Karten zusätzlich veredeln lassen.

Pokémon veröffentlicht nicht sämtliche technischen Details zu Materialzusammensetzung und Herstellungsverfahren. Das ist bei industriell gefertigten Markenprodukten nicht ungewöhnlich.

Die Materialqualität spielt auch bei Fälschungen eine Rolle. Gefälschte Karten wirken teilweise auffällig dünn, weich oder ungewöhnlich glänzend. Die Haptik allein reicht allerdings nicht aus, um eine Karte sicher als echt oder gefälscht einzustufen.

Wie entstehen holografische Pokémon-Karten?

Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Sammelkarten ist die Inszenierung seltener Exemplare. Bereits frühe Pokémon-Sets nutzten holografische Effekte, um besondere Karten hervorzuheben.

Moderne Karten gehen erheblich weiter. Je nach Kartentyp können Folien, holografische Bereiche, spezielle Muster und strukturierte Oberflächen miteinander kombiniert werden.

Dafür sind zusätzliche Verarbeitungsschritte notwendig. Druckbild und Veredelung müssen möglichst genau zusammenpassen, damit der gewünschte Effekt entsteht.

Besonders aufwendige Karten zeigen ihre Details häufig erst unter direktem oder schräg einfallendem Licht. Das erklärt, warum Fotos manche Karten kaum angemessen wiedergeben können.

Was bedeutet die Struktur auf seltenen Karten?

Bei einigen hochwertigen Pokémon-Karten lässt sich auf der Oberfläche eine feine Struktur erkennen. Unter geeignetem Licht entstehen Linien und Muster, die fast reliefartig wirken können.

Diese Textur ist Teil der Veredelung und trägt dazu bei, seltene Karten optisch und haptisch von gewöhnlichen Karten abzugrenzen.

Für Sammler besitzt sie noch eine weitere Bedeutung. Bei bestimmten Kartentypen kann eine offensichtlich falsche oder vollständig fehlende Textur ein Hinweis auf eine Fälschung sein.

Auch dabei gilt allerdings: Kein einzelnes Merkmal liefert bei jeder Karte einen sicheren Echtheitsnachweis. Kartentyp, Set und jeweilige Originalversion müssen berücksichtigt werden.

Wie werden die Karten zugeschnitten?

Nach Druck und möglichen Veredelungen müssen aus einem großen Bogen einzelne Sammelkarten entstehen.

Industrielle Schneideanlagen übernehmen diesen Prozess mit hoher Präzision. Die fertigen Karten benötigen ein einheitliches Format und die charakteristischen abgerundeten Ecken.

Bei Millionen produzierten Karten können trotzdem Abweichungen auftreten. Ein nicht optimal ausgerichteter Schnitt kann beispielsweise zu schlechtem Centering oder einem deutlichen Fehlschnitt führen.

Genau deshalb können zwei fabrikneue Exemplare derselben Karte unterschiedliche Ränder besitzen.

Was passiert nach dem Druck?

Mit dem Zuschnitt endet die Produktion noch lange nicht. Die Karten müssen anschließend den vorgesehenen Produkten zugeordnet werden.

Das ist bei einem Trading Card Game besonders anspruchsvoll. Ein Booster besteht schließlich nicht aus vollkommen zufällig zusammengewürfelten Karten. Die Zusammenstellung folgt bestimmten Vorgaben hinsichtlich der enthaltenen Karten und Seltenheitsstufen.

Nach der entsprechenden Sortierung und Zusammenstellung werden die Karten in Booster verpackt. Mehrere Booster können anschließend wiederum Bestandteil eines Displays oder anderer Produkte werden.

Daneben gibt es zahlreiche weitere Produktformen wie Kollektionen, Boxen, Decks und Sets mit Promo-Karten. Auch diese müssen entsprechend zusammengestellt und verpackt werden.

Warum kommen trotz Qualitätskontrollen fehlerhafte Karten in Booster?

Eine industrielle Produktion dieser Größenordnung kann keine absolute Perfektion bei jedem Exemplar garantieren.

Während der Pokémon-Karten Herstellung können deshalb unterschiedliche Abweichungen entstehen. Dazu gehören schlechtes Centering, Drucklinien, Farbabweichungen, kleine Schäden an Kanten oder ungewöhnliche Fehler bei Druck und Veredelung.

Einige dieser Fehler reduzieren aus Sicht klassischer Sammler die Qualität einer Karte. Bei anderen entsteht das genaue Gegenteil: Ein ungewöhnlicher Produktionsfehler kann eine eigene Sammlergruppe ansprechen.

Hier kommen sogenannte Misprints ins Spiel.

Was ist ein Pokémon-Misprint?

Ein Pokémon-Karten-Misprint ist eine Karte, bei der während der Herstellung ein ungewöhnlicher Druck- oder Produktionsfehler entstanden ist. Dazu zählen etwa verschobene Druckbilder, fehlende Farben, fehlerhafte Holo-Effekte oder auffällige Fehlschnitte.

Besonders seltene und deutlich erkennbare Misprints können unter Sammlern begehrt sein und in bestimmten Fällen sogar höhere Preise erzielen als regulär produzierte Exemplare. Kleine Produktionsmängel sind dagegen nicht automatisch wertvoll.

Pack Fresh bedeutet nicht automatisch perfekter Zustand

Das ist insbesondere für Neueinsteiger überraschend. Eine Karte kann direkt aus einem frisch geöffneten Booster kommen und trotzdem kleine Mängel besitzen.

Weiße Stellen an den Kanten, eine Drucklinie, ein kleiner Oberflächenfehler oder schlechtes Centering können bereits während Herstellung und Verpackung entstanden sein.

Deshalb bedeutet der unter Sammlern häufig verwendete Begriff „Pack Fresh“ lediglich, dass die Karte frisch aus einer Packung stammt. Er garantiert keine perfekte Zustandsnote.

Das wird spätestens dann wichtig, wenn eine wertvolle Karte professionell bewertet werden soll.

Die Herstellung beeinflusst das Grading

Beim Grading untersucht ein spezialisiertes Unternehmen den Zustand einer Sammelkarte und vergibt anschließend eine Bewertung.

Je nach Grading-Unternehmen fließen unterschiedliche Kriterien ein. Typischerweise spielen Oberfläche, Ecken, Kanten und Centering eine wichtige Rolle.

Damit kann bereits die Fabrik indirekt beeinflussen, welche Bewertung eine Karte später erreicht.

Ein Sammler kann eine Karte unmittelbar nach dem Öffnen vorsichtig in einen Sleeve legen und perfekt aufbewahren. Hat sie bereits ab Werk eine schlechte Zentrierung oder eine Print Line, verschwindet dieser Produktionsfehler dadurch nicht.

Gerade bei besonders wertvollen Karten lohnt sich deshalb eine genaue Prüfung vor dem Einsenden zum Grading.

Sind japanische Pokémon-Karten anders?

Wer deutsche und japanische Pokémon-Karten nebeneinanderlegt, kann je nach Set Unterschiede feststellen. Japanische Karten gehören zu einer anderen Produktions- und Vertriebsstruktur als die internationalen Ausgaben von The Pokémon Company International.

Sammler diskutieren regelmäßig Unterschiede bei Farbwiedergabe, Oberfläche, Textur, Holo-Effekten und allgemeiner Druckqualität.

Daraus sollte allerdings keine allgemeingültige Regel abgeleitet werden. Nicht jede japanische Karte besitzt automatisch eine bessere Qualität als jedes deutsche Exemplar.

Für Sammler sind solche Unterschiede trotzdem interessant. Das gleiche Kartenmotiv kann in zwei Sprachversionen einen überraschend unterschiedlichen Eindruck hinterlassen.

Warum ist die Herstellung für Fälschungen relevant?

Pokémon-Karten können beträchtliche Werte erreichen. Entsprechend attraktiv ist der Markt für Fälscher.

Wer den Aufbau und die Qualität echter Karten kennt, erkennt manche Fälschungen leichter. Auffällige Schriftarten, falsche Farben, minderwertiges Material, unscharfer Druck oder unpassende Holo-Effekte können Warnsignale darstellen.

Allerdings hat sich auch die Qualität von Fälschungen weiterentwickelt. Ein einzelner vermeintlicher „Trick“ reicht deshalb nicht aus, um jede Pokémon-Karte zuverlässig zu prüfen.

Bei besonders wertvollen Karten sollte man mehrere Merkmale vergleichen und im Zweifel Fachleute hinzuziehen.

Von der Fabrik bis zum Booster im Laden

Nach der Produktion beginnt eine weitere umfangreiche Logistikkette. Fertige Produkte müssen von den Produktionsstätten in die jeweiligen Absatzmärkte gelangen.

Dort übernehmen Distributoren und Händler die weitere Verteilung. Pokémon-Produkte landen schließlich bei spezialisierten Sammelkarten-Shops, Spielwarenhändlern, Elektronikketten, Online-Händlern und weiteren Verkaufsstellen.

Eine Karte legt damit möglicherweise eine erhebliche Strecke zurück, bevor ein Käufer den Booster öffnet.

Der vollständige Weg lässt sich vereinfacht so darstellen:

Entwicklung und Illustration → Druckvorbereitung → Druck → Veredelung → Zuschnitt → Qualitätskontrolle → Sortierung → Verpackung → Distribution → Händler → Sammler

Hinter einer kleinen Sammelkarte steckt damit eine globale industrielle Lieferkette.

Ein Milliardenmarkt braucht enorme Produktionskapazitäten

Die Dimensionen des Pokémon-Sammelkartenspiels sind heute kaum noch mit den Anfangsjahren vergleichbar.

Pokémon veröffentlicht regelmäßig neue Erweiterungen und zahlreiche ergänzende Produkte. Gleichzeitig wird das Trading Card Game international in verschiedenen Sprachen angeboten.

Der Sammelkarten-Boom hat zusätzlich dafür gesorgt, dass längst nicht mehr nur Kinder und aktive Spieler Booster kaufen. Erwachsene Sammler, Investoren und Nostalgiker bilden einen bedeutenden Teil des Marktes.

Dementsprechend wichtig ist die Produktionskapazität. Neue Sets müssen in ausreichend großen Stückzahlen verfügbar sein, ohne dass die Qualitätsanforderungen vollständig der Geschwindigkeit geopfert werden.

Genau hier zeigt sich, weshalb spezialisierte Hersteller für Pokémon so wichtig sind.

Kann man Pokémon-Karten selbst herstellen?

Hinter der Suchanfrage „Pokémon-Karten herstellen“ steckt manchmal eine andere Frage: Kann man eigene Karten drucken?

Technisch lassen sich natürlich eigene Karten gestalten und drucken. Bei Pokémon kommen allerdings Marken-, Urheber- und weitere Schutzrechte ins Spiel.

Für private kreative Projekte lassen sich beispielsweise eigene Fan-Karten gestalten. Problematisch wird es spätestens dann, wenn solche Karten als echte Pokémon-Karten ausgegeben oder entsprechend verkauft werden.

Wer selbst ein Kartenspiel entwickeln möchte, fährt deshalb mit eigenen Figuren, Symbolen, Namen und einem eigenen Kartendesign am sichersten.

Fazit: Hinter Pokémon-Karten steckt mehr Technik als gedacht

Die Pokémon-Karten Herstellung ist ein komplexer industrieller Prozess. Hinter einem Booster stehen nicht nur Illustratoren und Spieldesigner, sondern Drucktechnik, Materialwissenschaft, Veredelungsverfahren, automatisierte Schneide- und Verpackungsanlagen sowie eine weltweite Logistik.

The Pokémon Company beziehungsweise The Pokémon Company International verantworten das Sammelkartenspiel, während spezialisierte Produktionspartner Teile der physischen Herstellung übernehmen. Zu den öffentlich bekannten Unternehmen in diesem Bereich gehört Cartamundi.

Deutschsprachige Karten werden nach Angaben von Pokémon in den USA oder innerhalb der Europäischen Union produziert. Eine deutsche Karte stammt deshalb nicht automatisch aus einer deutschen Fabrik.

Für Sammler hat die Produktion ganz praktische Auswirkungen. Centering, Oberfläche, Kanten, Holo-Effekte und mögliche Druckfehler entstehen bereits lange bevor eine Karte in einem Booster landet.

Vielleicht macht gerade das einen Teil der Faszination aus: Pokémon-Karten sind industrielle Massenprodukte – trotzdem kann der Zustand jedes einzelnen Exemplars ein wenig anders ausfallen.

Häufige Fragen zur Pokémon-Karten Herstellung

Wer stellt Pokémon-Karten her?

Für das Sammelkartenspiel sind je nach Region The Pokémon Company beziehungsweise The Pokémon Company International verantwortlich. Für die physische Herstellung kommen spezialisierte Produktionspartner zum Einsatz. Zu den bekannten Unternehmen gehört Cartamundi.

Wo werden deutsche Pokémon-Karten hergestellt?

The Pokémon Company International nennt für deutsche sowie mehrere andere europäische Sprachversionen Produktionsstandorte in den USA und innerhalb der Europäischen Union. Der genaue Herstellungsort eines Produkts kann anhand entsprechender Angaben auf der Verpackung ermittelt werden.

Stellt Nintendo Pokémon-Karten her?

Nintendo ist eng mit Pokémon verbunden, sollte aber nicht mit der eigentlichen Druckerei der Sammelkarten gleichgesetzt werden. Das Pokémon TCG wird von den Pokémon-Unternehmen verantwortet, während spezialisierte Hersteller die physische Produktion übernehmen können.

Warum sind manche Pokémon-Karten schlecht zentriert?

Pokémon-Karten werden gemeinsam auf großen Druckbögen produziert und anschließend zugeschnitten. Wenn Druckbild und Schnittposition nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, können unterschiedlich breite Ränder entstehen. Sammler bezeichnen dies als schlechtes Centering beziehungsweise Off-Centering.

Was ist ein Pokémon-Misprint?

Ein Misprint ist eine Pokémon-Karte mit einem während der Produktion entstandenen Druck- oder Herstellungsfehler. Besonders auffällige und seltene Fehler können für spezialisierte Sammler interessant sein, während gewöhnliche Produktionsmängel nicht automatisch den Kartenwert erhöhen.

Können neue Pokémon-Karten bereits beschädigt sein?

Ja. Kleine Mängel können bereits während Druck, Zuschnitt, Sortierung oder Verpackung entstehen. Eine frisch aus einem Booster gezogene Karte befindet sich deshalb nicht zwangsläufig in perfektem Zustand.

Wer produziert Pokémon-Karten in Europa?

Zu den bekannten Unternehmen für die physische Produktion von Pokémon-Produkten gehört Cartamundi. Pokémon gibt zugleich an, dass mehrere europäische Sprachversionen sowohl in der EU als auch in den USA gedruckt werden können. Der konkrete Produktionsstandort kann sich daher je nach Produkt unterscheiden.

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