Sharesub Erfahrungen: Abos teilen und Geld sparen?

NewsCouch testet Sharesub: Abos und Streaming-Dienste gemeinsam nutzen und Kosten sparen

Netflix, YouTube Premium, Musik-Streaming, Zeitungen und andere digitale Dienste haben eines gemeinsam: Für jedes einzelne Abo erscheinen die monatlichen Kosten zunächst überschaubar. Wer mehrere Dienste gleichzeitig nutzt, kommt jedoch schnell auf eine stattliche Summe.

Genau hier setzt Sharesub an. Die Plattform vermittelt Nutzer, die sich die Kosten für geeignete Abonnements teilen möchten. Statt ein Abo allein zu bezahlen, verteilt sich der Preis auf mehrere Teilnehmer.

Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Ist Sharesub seriös? Und lohnt sich die Plattform überhaupt?

Ich habe Sharesub selbst getestet – und zwar auf beiden Seiten. Einerseits teile ich dort mein eigenes YouTube-Premium-Abo. Andererseits habe ich inzwischen selbst fünf Mitgliedschaften über die Plattform abgeschlossen.

Was ist Sharesub?

Sharesub ist eine Plattform für das sogenannte Subscription Sharing, also das gemeinsame Nutzen und Bezahlen von Abonnements.

Das Prinzip ist einfach: Besitzt jemand ein Abo, das mehrere Nutzer oder Mitglieder erlaubt, kann die Person freie Plätze über Sharesub anbieten. Andere Nutzer treten der Gruppe bei und übernehmen dafür einen Teil der laufenden Kosten.

Das kann sich vor allem bei Abonnements lohnen, deren Anbieter ohnehin mehrere Nutzer oder Familienmitglieder vorsehen.

Sharesub übernimmt dabei die Vermittlung und Zahlungsabwicklung. Dadurch müssen sich fremde Nutzer nicht jeden Monat gegenseitig daran erinnern, ihren Anteil zu überweisen.

Warum Abo-Sharing immer interessanter wird

Ein Streaming-Abo allein bringt die meisten Haushalte finanziell nicht aus dem Konzept. Das Problem entsteht durch die Summe.

Hier ein Videodienst, dort Musik-Streaming, YouTube Premium, eine digitale Zeitung, Cloud-Speicher und vielleicht noch ein weiterer Streaming-Dienst für eine bestimmte Serie.

Aus vielen kleinen monatlichen Beträgen entsteht schnell eine hohe Gesamtsumme.

Gleichzeitig bieten einige Dienste Tarife an, die mehrere Nutzer oder Mitglieder vorsehen. Werden die verfügbaren Plätze nicht genutzt, bezahlt der Inhaber im Grunde für Kapazitäten, die brachliegen.

Genau an dieser Stelle wird das Konzept hinter Sharesub interessant.

Meine Sharesub Erfahrungen: YouTube Premium selbst angeboten

Ich wollte Sharesub nicht nur aus Sicht eines Teilnehmers testen. Deshalb habe ich mein eigenes YouTube-Premium-Abo über die Plattform angeboten.

Andere Nutzer können sich an den Kosten beteiligen. Dadurch sinkt mein eigener Anteil am Abonnement, während die anderen Teilnehmer ebenfalls von den Funktionen des entsprechenden Premium-Tarifs profitieren.

Gerade bei YouTube finde ich dieses Modell interessant.

YouTube bietet inzwischen mit Premium Lite zwar eine günstigere Alternative zum vollständigen Premium-Abo an. Lite bietet jedoch nicht denselben Funktionsumfang wie das vollständige YouTube Premium.

Wer YouTube häufig nutzt, möchte möglicherweise nicht nur weniger Werbung sehen, sondern sämtliche Premium-Funktionen nutzen. Gleichzeitig ist der reguläre Preis für viele Nutzer inzwischen eine relevante monatliche Ausgabe.

Das Teilen eines dafür vorgesehenen Mehrpersonen-Abos kann deshalb finanziell interessant sein.

Wichtig: Ob und mit wem ein bestimmtes Abonnement geteilt werden darf, hängt von den jeweils aktuellen Bedingungen des Anbieters ab. Vor der Teilnahme sollte man deshalb prüfen, welche Voraussetzungen der jeweilige Dienst für Mehrpersonen-, Familien- oder Haushaltstarife festlegt.

Ich habe selbst fünf Abonnements über Sharesub abgeschlossen

Interessanter wurde mein Test, als ich die andere Seite ausprobiert habe.

Inzwischen habe ich fünf verschiedene Mitgliedschaften über Sharesub abgeschlossen. Darunter befinden sich beispielsweise der Zugang zu einer Zeitung und ein Abonnement bei einem neueren Streaming-Dienst für Filme und Serien.

Genau hier zeigt sich für mich die eigentliche Stärke des Konzepts.

Es geht nicht darum, möglichst viele Abos abzuschließen, nur weil sie günstiger werden. Vielmehr kann Sharesub Dienste interessanter machen, bei denen man beim regulären Monatspreis normalerweise sagen würde:

Das wäre zwar interessant, aber dafür möchte ich nicht noch ein vollständiges Abo abschließen.

Teilt man die Kosten, verändert sich diese Rechnung.

Wie funktioniert Sharesub?

Das Grundprinzip lässt sich in wenige Schritte unterteilen.

Wer einem bestehenden Abo beitreten möchte, sucht zunächst auf Sharesub nach dem gewünschten Dienst. Anschließend sieht man verfügbare Angebote und die jeweiligen monatlichen Kosten.

Nach dem Beitritt übernimmt Sharesub die regelmäßige Zahlungsabwicklung.

Wer dagegen ein eigenes Abo teilen möchte, kann dieses als Organisator anbieten. Andere Nutzer treten anschließend den verfügbaren Plätzen bei.

Das nimmt einen wesentlichen Teil der organisatorischen Arbeit ab. Niemand möchte schließlich jeden Monat mehreren fremden Personen wegen ein paar Euro hinterherlaufen.

Wie viel lässt sich mit Sharesub sparen?

Das hängt stark vom jeweiligen Abonnement ab.

Grundsätzlich entsteht die Ersparnis dadurch, dass die Kosten eines Mehrpersonen-Abos nicht mehr von einer einzelnen Person getragen werden.

Ein vereinfachtes Beispiel:

Kostet ein geeignetes Abo 24 Euro pro Monat und können vier Personen die Kosten gleichmäßig verteilen, entsprechen die reinen Abokosten rechnerisch 6 Euro pro Person.

In der Praxis müssen zusätzlich die Konditionen und Gebühren der Plattform berücksichtigt werden. Die konkrete Ersparnis unterscheidet sich daher von Angebot zu Angebot.

Entscheidend ist der Vergleich:

Was kostet mich der Zugang über Sharesub und was würde ich beim Anbieter direkt bezahlen?

Diese Rechnung sollte man vor jedem Abschluss durchführen.

Ist Sharesub seriös?

Nach meinen bisherigen Erfahrungen macht Sharesub einen seriösen Eindruck.

Ich konnte sowohl selbst ein Abonnement anbieten als auch mehrere Mitgliedschaften bei anderen Nutzern abschließen. Gerade die strukturierte Zahlungsabwicklung macht das Konzept wesentlich angenehmer als private Absprachen mit fremden Personen.

Trotzdem sollte man Sharesub nicht mit dem eigentlichen Anbieter eines Abonnements verwechseln.

Sharesub vermittelt die gemeinsame Nutzung und organisiert die Zahlungen. Der eigentliche Dienst stammt weiterhin beispielsweise vom jeweiligen Streaming-Anbieter, Verlag oder Softwareunternehmen.

Außerdem bleibt ein wichtiger Punkt: Die Regeln für Mehrpersonen-Abonnements unterscheiden sich erheblich.

Ein Familientarif kann beispielsweise voraussetzen, dass Teilnehmer in einem Haushalt leben. Andere Dienste erlauben mehrere Nutzer unter anderen Voraussetzungen. Diese Bedingungen können sich zudem ändern.

Deshalb sollte man vor dem Abschluss immer die aktuellen Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters prüfen.

Welche Vorteile hat Sharesub?

Der größte Vorteil liegt für mich eindeutig bei den Kosten.

Vor allem Menschen mit mehreren digitalen Abonnements können ihre monatlichen Ausgaben reduzieren. Gleichzeitig können Inhaber geeigneter Mehrpersonen-Abos freie Plätze nutzen, um ihre eigenen Kosten zu senken.

Hinzu kommt die zentrale Abwicklung über eine Plattform.

Statt Teilnehmer selbst zu suchen und monatliche Zahlungen privat zu organisieren, übernimmt Sharesub einen großen Teil dieses Prozesses.

Auch das Ausprobieren zusätzlicher Dienste wird dadurch interessanter. Bei einem hohen regulären Monatspreis hätte ich einige Mitgliedschaften vermutlich nicht abgeschlossen. Bei deutlich niedrigeren anteiligen Kosten sieht die Entscheidung anders aus.

Welche Nachteile gibt es?

Ganz ohne Nachteile funktioniert das Konzept nicht.

Zunächst eignet sich nicht jedes Abonnement zum Teilen. Entscheidend sind immer die Regeln des jeweiligen Anbieters.

Darüber hinaus hängt man bei einer Teilnahme teilweise vom Organisator des Abonnements ab. Beendet dieser sein Abo oder verändert sich die Gruppe, kann auch die eigene Mitgliedschaft betroffen sein.

Dazu kommen die Gebühren von Sharesub. Die Plattform stellt schließlich Infrastruktur, Vermittlung und Zahlungsabwicklung bereit.

Deshalb sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass jedes Angebot über Sharesub die günstigste Lösung darstellt.

Vergleichen lohnt sich.

Sharesub und YouTube Premium: Besonders interessant?

YouTube Premium ist für mich eines der interessantesten Beispiele.

Wer viel YouTube schaut, kennt den Vorteil eines werbefreien beziehungsweise Premium-Zugangs schnell zu schätzen. Gleichzeitig hat sich YouTube Premium von einem kleinen Zusatzabo zu einem Kostenpunkt entwickelt, den man durchaus in seine monatlichen Ausgaben einrechnen muss.

Premium Lite stellt zwar eine günstigere Alternative dar, bietet aber nicht sämtliche Funktionen des vollständigen Premium-Abos.

Wer den kompletten Funktionsumfang möchte, sucht deshalb möglicherweise nach Möglichkeiten, seine Kosten zu reduzieren.

Genau hier sind Plattformen wie Sharesub interessant – vorausgesetzt, die konkrete Nutzung entspricht den aktuellen Bedingungen des gewählten YouTube-Tarifs.

Für wen lohnt sich Sharesub?

Sharesub dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die bereits mehrere Abonnements bezahlen oder weitere Dienste ausprobieren möchten.

Auch Besitzer von Mehrpersonen-Abos mit ungenutzten Plätzen können von dem Konzept profitieren.

Weniger sinnvoll ist Sharesub dagegen, wenn ein Dienst ohnehin sehr günstig ist oder man ihn nur selten nutzt. Ein günstigeres unnötiges Abo bleibt schließlich ein unnötiges Abo.

Ich würde deshalb zuerst alle bestehenden Abonnements auflisten und anschließend prüfen:

Welche Dienste nutze ich wirklich – und bei welchen davon könnte ich die monatlichen Kosten reduzieren?

Mein Fazit nach fünf Mitgliedschaften

Meine bisherigen Sharesub Erfahrungen fallen positiv aus.

Besonders überzeugend finde ich, dass ich die Plattform in beide Richtungen nutzen kann. Bei YouTube Premium teile ich selbst ein vorhandenes Abo und reduziere dadurch meine Kosten. Gleichzeitig habe ich inzwischen fünf Mitgliedschaften bei anderen Angeboten abgeschlossen.

Gerade angesichts immer zahlreicherer digitaler Abonnements ergibt das Konzept Sinn.

Sharesub macht teure Abonnements nicht kostenlos. Die Plattform kann aber dabei helfen, vorhandene Mehrpersonen-Angebote effizienter zu nutzen und die Kosten auf mehrere Teilnehmer zu verteilen.

Für mich hat sich der Test deshalb gelohnt.

Wer ohnehin für YouTube Premium, Streaming, digitale Zeitungen oder andere Abonnements bezahlt, kann zumindest prüfen, ob sich die eigenen monatlichen Kosten über Sharesub reduzieren lassen.

Häufige Fragen zu Sharesub

Ist Sharesub seriös?

Nach meinen eigenen bisherigen Erfahrungen funktioniert Sharesub zuverlässig. Ich nutze die Plattform sowohl zum Teilen eines eigenen Abonnements als auch für mehrere Mitgliedschaften bei anderen Angeboten. Trotzdem sollten Nutzer die Bedingungen des jeweiligen Abo-Anbieters prüfen.

Ist Sharesub legal?

Sharesub ist zunächst eine Plattform zur Vermittlung und Abwicklung geteilter Abonnements. Ob ein konkretes Abo mit bestimmten Personen geteilt werden darf, richtet sich nach den Vertrags- und Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Diese sollte man vor dem Beitritt prüfen.

Wie verdient Sharesub Geld?

Sharesub finanziert seinen Dienst über Gebühren rund um die Vermittlung und Abwicklung geteilter Abonnements. Deshalb sollte beim Preisvergleich nicht nur der rechnerische Anteil des ursprünglichen Abopreises berücksichtigt werden.

Kann ich YouTube Premium über Sharesub teilen?

Auf Sharesub werden entsprechende Abonnement-Gruppen angeboten. Entscheidend für die zulässige Nutzung sind jedoch die jeweils aktuellen Bedingungen von YouTube beziehungsweise Google für den konkreten Tarif.

Lohnt sich Sharesub?

Das hängt vom jeweiligen Abonnement ab. Bei vergleichsweise teuren Mehrpersonen-Abos kann die Ersparnis interessant sein. Meine Erfahrungen nach fünf abgeschlossenen Mitgliedschaften und dem Teilen meines eigenen YouTube-Premium-Abos fallen bislang positiv aus.

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