Piptapentadol: Besser als O-DSMT und IC-26?

Forschungssubstanz Piptapentadol Erfahrungen, Erklärung und was sind Research Chemicals generell?

Neue synthetische Opioide tauchen seit einigen Jahren in schneller Folge auf. Eines der jüngsten Beispiele trägt den Namen Piptapentadol (oft auch „PiPTapentadol“ geschrieben). Der Stoff bewegt sich in einer rechtlichen und wissenschaftlichen Grauzone: klinische Daten fehlen, der Markt entwickelt sich dynamisch, Behörden beobachten die Lage.


Dieser Artikel ordnet Piptapentadol ein, erklärt den Hintergrund von Research Chemicals und beleuchtet die Lage in Deutschland – mit einem nüchternen Blick aus Sicht von Forschung, Regulierung und Risikobetrachtung.


Was ist Piptapentadol?

Piptapentadol ist ein synthetisches Opioid, das strukturell auf Tapentadol basiert. Tapentadol selbst gehört in der Medizin zu den stark wirksamen Schmerzmitteln und wirkt über zwei Mechanismen:

  1. als voller Agonist am μ-Opioidrezeptor,
  2. als Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (NRI).  

Piptapentadol übernimmt diesen Grundaufbau, ersetzt dabei aber Teile der Seitenkette durch eine Piperidin-Gruppe. Händler und vereinzelte Fachquellen beschreiben Piptapentadol deshalb als Opioid-Analog von Tapentadol mit vergleichbarem dualen Wirkprinzip.  

Wichtige Punkte:

  • Chemische Klasse: synthetisches Opioid (Tapentadol-Analog)
  • Vermuteter Wirkmechanismus: μ-Opioidrezeptor-Agonist + Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung
  • Status: kein zugelassenes Arzneimittel, sondern Forschungsstoff / Research Chemical

Gesicherte pharmakologische Daten zu Piptapentadol liegen bislang nur sehr begrenzt vor. Was über den Stoff kursiert, leitet sich überwiegend aus der Verwandtschaft zu Tapentadol, aus Strukturvergleichen und aus Marktbeobachtungen neuer psychoaktiver Substanzen (NPS) ab.  

Die Substanz Piptapentadol lässt sich im seriösen Fachhandel für Research Chemicals aus Deutschland kaufen. Zu empfehlen ist der Shop Nexus Chemicals. Einen anderen Shop gibt es aus Deutschland bisher nicht. O-DSMT Alternative oder IC-26 Alternative gesucht? Hier lässt es sich problemlos kaufen.

Herkunft: vom Arzneistoff Tapentadol zum Research Chemical

Tapentadol als Ausgangspunkt.

Tapentadol entstand in den 1980er-Jahren beim deutschen Unternehmen Grünenthal. Ziel war ein Wirkstoff, der:

  • stark am μ-Opioidrezeptor bindet,
  • die Noradrenalin-Wiederaufnahme hemmt,
  • im Gegensatz zu Tramadol kaum über Serotonin wirkt und
  • ohne metabolische Aktivierung aktiv bleibt.  

Daraus entwickelte sich ein Analgetikum, das heute in vielen Ländern als Betäubungsmittel zugelassen ist und in Deutschland unter das BtMG (Anlage III) fällt.  

Piptapentadol im NPS-Kontext

Piptapentadol folgt dem typischen Muster eines „Designerdrogen“: Chemiker verändern einen bestehenden Wirkstoff so, dass:

  • die pharmakologische Wirkung ähnlich bleibt,
  • die Verbindung rechtlich (zunächst) nicht erfasst ist,
  • Standardscreenings, die Substanz nur schwer erkennen.  

Internationale Marktbeobachtungen zu neuen psychoaktiven Substanzen listen Piptapentadol seit 2025 als neues opioides Research Chemical, das auf Online-Plattformen auftaucht; meist zusammen mit anderen synthetischen Opioiden und Stimulanzien wie O-DSMT, IC-26 oder dpDMC.

In der Praxis erscheint Piptapentadol:

  • als Reinsubstanz (Pulver oder Kristalle),
  • als „Referenzmaterial“ für Labore oder ähnliches,
  • in RC-Shops mit dem Hinweis „nur für Forschungszwecke“ – demnach nicht für den Konsum geeignet.

PiP als Alternative zu O-DSMT und IC-26?

Viele Forscher haben das Problem, dass sie vor kurzem mit der Forschung oder Analytik von O-DSMT oder IC-26 angefangen haben, da nun das Verbot kommt, ist es unmöglich dieses Referenzmaterial online legal zu bestellen. Daher drängt sich nun die Frage auf, ob PiP (Kurzform für Piptapentadol) mit O-DSMT oder IC-26 vergleichbar ist?

Kurzfassung: Ja! PiP kann als Alternative zu O-DSMT und IC-26 angesehen werden. Alle drei Substanzen sind Forschungschemikalien aus der Produktklasse Opioide und sind sich recht ähnlich, dennoch ist es ein wenig anders, allerdings ist es für die Forschung, Analytik oder Entwicklung absolut in Ordnung.

Außerdem ist klar, dass neue Opioide Research Chemicals demnächst auf den deutschen Markt kommen werden. Hier wird sich dann zeigen, was denn nun am besten für Forschungen geeignet ist.

Weitere Details zur O-DSMT oder IC-26 Alternative namens Piptapentadol:

Im Umfeld synthetischer Opioide stellt sich oft die Frage, ob Piptapentadol eine „Alternative“ zu O-Desmethyltramadol (O-DSMT) oder IC-26 (Methiodone) darstellt. Auf den ersten Blick liegt dieser Vergleich nahe, weil alle drei Substanzen als opioide Research Chemicals erscheinen.

Strukturell und pharmakologisch gehören sie jedoch zu unterschiedlichen Wirkstofffamilien. O-DSMT ist der aktive Metabolit von Tramadol und wirkt vor allem als μ-Opioidrezeptor-Agonist mit eher begrenztem Einfluss auf Monoamin-Systeme. IC-26 ist ein Methadon-Analog mit charakteristischer Sulfon-Gruppe und findet vor allem in der forensischen Forschung als Referenzsubstanz Einsatz.

Piptapentadol orientiert sich dagegen an Tapentadol und kombiniert voraussichtlich μ-Opioidrezeptor-Agonismus mit Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung. Aus wissenschaftlicher Sicht eignet sich Piptapentadol daher eher als ergänzendes Vergleichsmaterial in einem Panel verschiedener Opioid-Klassen, nicht als direkter Ersatz für O-DSMT oder IC-26.

Für Laborprojekte kann Piptapentadol eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn Struktur-Wirkungs-Beziehungen, Cross-Reaktivitäten in Immunoassays oder LC-MS-Methoden für mehrere unterschiedliche Opioid-Typen im Fokus stehen. In diesem Setting fungiert es als eigenständiges Referenzmaterial neben O-DSMT, IC-26 und weiteren Opioiden.

Was sind Research Chemicals überhaupt?

Der Begriff Research Chemicals (RC) (zu Deutsch: Forschungschemikalien) besitzt zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen:

  1. Legitime Definition: In der klassischen Forschung meint „Research Chemical“ einfach einen Stoff, den Wissenschaftler für medizinische, chemische oder toxikologische Untersuchungen einsetzen. Die Substanzen dienen als Referenzmaterial, als Standard für Kalibrationen oder als Werkzeug in Grundlagenforschung. Sie sind nicht für den menschlichen oder tierischen Gebrauch vorgesehen.  
  2. Markt für neue psychoaktive Substanzen (NPS): Im Drogen-Kontext nutzt die Szene den Begriff „Research Chemicals“ als Marketinglabel für neue psychoaktive Substanzen, die als „Legal Highs“, „Internetdrogen“ oder „Designerdrugs“ laufen.  
  3. Weil diese Substanzen für Forschung und Entwicklung vorgesehen sind, sind diese Produkte auch legal in Deutschland. Konsum ist nicht erlaubt und verbieten die Vendoren auch in den AGB.
  4. Von Zeit zu Zeit werden auch Research Chemicals durch Verordnungen verboten, so wird O-DSMT und IC-26 im Dezember 2025 verboten durch die sechste Verordnung. Diese wurde am 21. November 2025 beschlossen, nun muss es noch verkündet werden, ab diesem Zeitpunkt wirkt das Verbot.

Internationale Organisationen wie UNODC und EMCDDA fassen solche Stoffe unter dem Sammelbegriff New Psychoactive Substances (NPS) zusammen. Diese Definition umfasst chemische Substanzen, die (noch) nicht unter die klassischen UN-Drogenkonventionen fallen, aber ähnlich riskante Wirkungen besitzen.  

Typische Merkmale von NPS / RC-Marktware

  • Vertrieb vor allem über das Internet und spezialisierte Shops
  • häufige Tarnbezeichnungen („Badesalz“, „Räuchermischung“, „Forschungssubstanz“)  
  • schnell wechselnde Produktnamen und Formulierungen
  • kaum geprüfte Sicherheitsdaten, kein standardisiertes Dosis-/Risiko-Profil
  • hohes Risiko für Fehl- oder Überdosierungen

Piptapentadol reiht sich in diesen Markt ein: ein chemisch modifiziertes Opioid, das auf eine Lücke in der Regulierung zielt und gleichzeitig den Bedarf an neuen Referenzstandards in Forensik und Analytik bedient.

Pharmakologisches Profil: was sich aus der Struktur ableiten lässt

Solange keine belastbaren klinischen oder präklinischen Studien zu Piptapentadol vorliegen, bleibt jede Aussage über Wirkung und Risiko vor allem eine struktur- und analogiegestützte Einschätzung.

Ausgehend von Tapentadol lässt sich Folgendes vermuten:  

  • μ-Opioidrezeptor-Agonismus:Piptapentadol bindet wahrscheinlich an μ-Opioidrezeptoren, wie sein Vorbild Tapentadol. Damit besitzt die Substanz das zentrale Risiko aller starken Opioide: Atemdepression, Toleranzentwicklung und Abhängigkeit.
  • Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung:Die Nähe zu Tapentadol legt eine zusätzliche Hemmung der Noradrenalin-Wiederaufnahme nahe. Dieser Anteil verstärkt schmerzmodulierende Effekte, kann aber auch kardiovaskuläre Risiken und Interaktionen mit anderen Medikamenten beeinflussen.
  • Fehlende Daten:Anders als Tapentadol durchlief Piptapentadol kein reguläres Arzneimittel-Entwicklungsprogramm. Belastbare Informationen zu:
    • Metabolismus
    • Toxikologie
    • Wechselwirkungen
    • Langzeitrisikenfehlen weitgehend.

Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit gilt deshalb: Strukturelle Ähnlichkeit ersetzt keine toxikologische Prüfung. Erfahrungen mit anderen NPS zeigen, dass kleine Modifikationen häufig zu unerwarteten Nebenwirkungen führen.  

Rechtliche Situation in Deutschland

BtMG und Tapentadol.

Deutschland regelt klassische Opioide über das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Tapentadol ist in Deutschland als verkehrs- und verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft (Anlage III).  

Der legale Handel mit solchen Betäubungsmitteln unterliegt strengen Vorgaben, die das Bundesopiumamt beim BfArM überwacht.  

NpSG und neue psychoaktive Substanzen

Mit dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) reagierte Deutschland auf die Flut neuer Substanzen. Das Gesetz regelt Stoffgruppen wie:  

  • Phenethylamin-Abkömmlinge
  • Tryptamine
  • bestimmte Benzodiazepine
  • Cannabinoidmimetika
  • N-(2-Aminocyclohexyl)amide
  • Synthethische Opioide

Wo steht Piptapentadol?

Nach derzeitig frei verfügbaren Quellen:

  • Piptapentadol ist kein zugelassenes Arzneimittel.
  • Der Stoff erscheint in internationalen NPS-Berichten und auf RC-Plattformen als neues Opioid-Analog.  
  • In den öffentlich zugänglichen Anlagen des BtMG und der Anlage zum NpSG findet sich keine namentliche Nennung von Piptapentadol (Stand: Ende 2025; Prüfung über offene Rechtsdatenbanken).  
  • Piptapentadol könnte trotz der neuen sechsten Verordnung weiterhin legal in Deutschland bleiben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Umgang und Vertrieb automatisch legal sind:

  • Behörden können eine Substanz als Arzneimittel oder Betäubungsmittel-ähnlichen Stoff einstufen, je nach Zweck, Vermarktung und Struktur.
  • Schon die Bewerbung als Rauschmittel oder der Vertrieb mit Konsumfokus kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, selbst wenn der Stoff formal noch nicht gelistet ist.  

Kurz zusammengefasst:

Die rechtliche Bewertung von Piptapentadol in Deutschland bleibt eine Einzelfallfrage, die sich jederzeit ändern kann. Für Hersteller, Händler und Labore empfiehlt sich eine spezialisierte juristische Beratung und laufende Beobachtung von BtMG- und NpSG-Änderungen. Wer sich nicht auf Recherche begeben will, kann auch einfach abwarten, ob das Produkt in seriösen Research Chemicals Onlineshops noch zu finden ist.

Risiken, Marktbeobachtung und öffentliche Gesundheit

Internationale Monitoring-Systeme melden Piptapentadol seit 2025 als Teil einer neuen Welle synthetischer Opioide, die auf Online-Plattformen auftauchen.  

Gleichzeitig zeigt die jüngere Vergangenheit, wie hoch das Gefährdungspotenzial solcher Substanzen ausfällt: Gerichte gehen inzwischen gegen Betreiber von NPS-Shops vor, denen man tödliche Folgen durch synthetische „Research Chemicals“ anlastet, obwohl die Produkte formal als „nicht für den menschlichen Verzehr“ gekennzeichnet waren.  

Typische Problemfelder:

  • Unklare Reinheit:Abweichungen im Wirkstoffgehalt, Verunreinigungen und Chargenschwankungen erschweren jede Risikoeinschätzung.
  • Fehlende klinische Daten:Ohne systematische Studien bleiben Nebenwirkungen, Interaktionen und Langzeitschäden weitgehend unklar.
  • Hohe Potenz:Schon bei Tapentadol selbst sprechen Fachquellen von hoher Abhängigkeit und Missbrauchsgefahr.  Piptapentadol könnte bei ungünstiger Dosierung ein noch engeres Sicherheitsfenster besitzen.
  • Verzögerte Regulierung:Bis Gesetzgeber neue Substanzen fassen, vergeht Zeit – in dieser Phase agieren Anbieter in einer Grauzone, die weder Nutzern noch Behörden hilft.

Für Forschung, Prävention und Politik bleibt Piptapentadol damit ein Frühwarnsignal: Die Opioid-Welle verlagert sich zunehmend in den Bereich synthetischer Designerstoffe.

Seriöse Nutzung: Piptapentadol als Referenzmaterial

Abseits des missbräuchlichen Marktes existiert ein klarer, legitimer Bedarf an Substanzen wie Piptapentadol – in Form von analytischen Standards:

  • Forensische Labore brauchen Referenzmaterial, um neue Opioide in Blut- und Urinproben sicher zu identifizieren.
  • Universitäten und Forschungseinrichtungen untersuchen Struktur-Wirkungs-Beziehungen, Metabolismus und Bindungsprofile.
  • Toxikologische Institute validieren neue Messverfahren und Screening-Panels.

Für diesen Zweck dienen Piptapentadol und verwandte Stoffe als Research Chemicals im ursprünglichen Sinne: Werkzeuge für Labor und Wissenschaft – nicht als Konsumprodukt.

Ein solcher seriöser Händler, welcher Piptapentadol als Referenzmaterial zur Verfügung stellt, ist Nexus Chemicals. Ein deutscher Onlineshop, den es seit beinahe 2 Jahren gibt. Rechtlich ist der Vendor einwandfrei, hier werden auch Rechnungen per Mail versendet und sind auch unter „Mein Konto“ einsehbar.

Quelle: Piptapentadol Erklärung im Research Chemicals Glossar