Das erste faltbare iPhone ist erst seit wenigen Tagen erhältlich, doch bereits jetzt gibt es Hinweise auf seinen Nachfolger. Ein angeblich geleaktes CAD-Bild des iPhone Duo 2 zeigt eine auffällige Neuerung: Statt zwei Kameras könnten künftig drei Objektive auf der Rückseite sitzen. Auch Face ID soll Apple bereits für die zweite Generation testen. Wie glaubwürdig sind die Gerüchte?
Apple hat mit dem iPhone Duo am 23. Oktober 2026 sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt gebracht. Das Gerät verbindet ein kompaktes 5,4-Zoll-Außendisplay mit einem 7,6 Zoll großen faltbaren Bildschirm und kostet in Deutschland mindestens 2.299 Euro. Trotz dieses hohen Preises müssen Käufer auf einige Funktionen verzichten, die bei den klassischen Pro-Modellen längst zum Standard gehören.
Besonders auffällig sind die fehlende Telekamera und der Verzicht auf Face ID. Statt der gewohnten Gesichtserkennung setzt Apple beim iPhone Duo auf einen Fingerabdrucksensor in der Seitentaste.
Nun deutet ein neues Bild darauf hin, dass Apple zumindest einen dieser Kritikpunkte beim iPhone Duo 2 beheben könnte. Die Aufnahme soll ein frühes Design des Nachfolgers zeigen, dessen Kameramodul Platz für drei Objektive bietet.
Angeblicher iPhone Duo 2 Prototyp mit Triple-Kamera aufgetaucht
Der bekannte Apple-Leaker Majin Bu hat eine angebliche CAD-Zeichnung des nächsten faltbaren iPhones veröffentlicht. Solche computergestützten Konstruktionszeichnungen können Hinweise auf die äußere Gestaltung eines noch unveröffentlichten Geräts liefern.
Das gezeigte Smartphone orientiert sich am Design des ersten iPhone Duo. Besonders die langgezogene, pillenförmige Kameraeinheit auf der Rückseite fällt auf. Sie scheint beim neuen Modell etwas größer auszufallen und bietet Platz für drei statt zwei Kameras.
Damit könnte Apple künftig folgende Kameras kombinieren:
- Hauptkamera: Für alltägliche Fotos und Videos mit hoher Bildqualität.
- Ultraweitwinkelkamera: Für Landschaften, Architektur und Aufnahmen mit besonders großem Bildausschnitt.
- Telekamera: Für optische Vergrößerungen, Porträts und weiter entfernte Motive.
Welche Sensoren oder Brennweiten Apple tatsächlich einsetzen könnte, geht aus dem Bild nicht hervor.
Allerdings gibt es Zweifel an der Echtheit der Zeichnung. Am 2. November berichtete The Apple Post, dass eine KI-Bilderkennung die angeblichen CAD-Daten als möglicherweise künstlich erzeugt oder bearbeitet eingestuft habe. Solche Prüfprogramme sind nicht immer zuverlässig. Unabhängige Belege für die Authentizität des Bildes fehlen bislang jedoch.
Das Bild ist deshalb kein Nachweis dafür, dass Apple bereits einen entsprechenden Prototyp gebaut hat.
Ebenso bilden sich derzeit Gerüchte, dass das iPhone Duo in der zweiten Generation geringfügig größer ist, um die Kameratechnik zu verbauen. Die FaceTime-Kamera auf der Innenseite wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch beim Duo 2 unter dem Display liegen.
Warum eine dritte Kamera für das iPhone Duo wichtig wäre
Das derzeit erhältliche iPhone Duo verfügt über zwei rückseitige Kameras. Sowohl die Hauptkamera als auch das Ultraweitwinkelobjektiv lösen mit 48 Megapixeln auf.
Apple ermöglicht mit der Hauptkamera außerdem einen zweifachen Zoom in optischer Qualität. Dafür verwendet das Smartphone einen Ausschnitt des hochauflösenden Sensors. Eine eigenständige Telekamera mit längerer Brennweite ersetzt diese Lösung jedoch nicht vollständig.
Gerade bei weiter entfernten Motiven macht sich das bemerkbar. Wer beispielsweise Tiere, Veranstaltungen oder Details an Gebäuden fotografieren möchte, profitiert von einer echten Telekamera.
Bei einem Smartphone für mehr als 2.000 Euro ist das Fehlen eines solchen Objektivs ein nachvollziehbarer Kritikpunkt. Schließlich müssen Käufer des iPhone Duo bereits einen erheblichen Aufpreis für das faltbare Display und die aufwendige Konstruktion bezahlen.
Eine zusätzliche Telekamera würde das Gerät deshalb insbesondere für Nutzer interessanter machen, die ihr Smartphone regelmäßig zum Fotografieren verwenden.
Das größte Problem: Wie passt eine Telekamera in das dünne Gehäuse?
Die fehlende Kamera dürfte weniger mit einer bewussten Beschränkung des Funktionsumfangs als mit den technischen Anforderungen eines faltbaren Smartphones zusammenhängen.
Das iPhone Duo misst im geöffneten Zustand gerade einmal 5,2 Millimeter in der Tiefe. Geschlossen sind es 11,3 Millimeter. Innerhalb dieses äußerst dünnen Gehäuses müssen unter anderem Akku, Prozessor, Displaytechnik, Kühlung und Kamerakomponenten untergebracht werden.
Besonders Telekameras stellen Entwickler vor Herausforderungen, weil größere optische Vergrößerungen zusätzlichen Platz für die Linsenelemente benötigen.
Bei modernen Smartphones kommen deshalb häufig Periskop-Kameras zum Einsatz. Sie lenken das Licht innerhalb des Gehäuses um und ermöglichen dadurch längere optische Wege, ohne dass das gesamte Kameramodul entsprechend weit aus dem Gerät herausragen muss.
Ob Apple beim iPhone Duo 2 eine solche Lösung einsetzen könnte, ist noch unbekannt.
Denkbar wäre auch, dass Apple zunächst eine kompaktere Telekamera mit geringerer optischer Vergrößerung integriert. Ein zusätzlicher Kamerasensor allein garantiert jedenfalls noch keine bessere Bildqualität.
Apple testet angeblich auch Face ID für das iPhone Duo 2
Neben der Kamera könnte Apple eine weitere Schwäche des ersten iPhone Duo angehen: die fehlende Gesichtserkennung.
Der Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtete im Oktober 2026, dass Apple bereits Prototypen eines Nachfolgers mit Face ID teste.
Besonders interessant ist dabei die mögliche Position der Sensoren. Dem Bericht zufolge experimentiert Apple mit einer Gesichtserkennung, deren Komponenten unter dem äußeren Display sitzen.
Beim aktuellen iPhone Duo nutzt Apple dagegen Touch ID. Der Fingerabdrucksensor befindet sich in der Seitentaste und lässt sich unabhängig davon bedienen, ob das Smartphone geöffnet oder geschlossen ist.
Face ID könnte den Komfort erhöhen, weil sich das Gerät beim Blick auf das Display entsperren ließe.
Offen bleibt, ob Apple den Fingerabdrucksensor vollständig ersetzen oder möglicherweise beide Verfahren anbieten würde.
Auch die Integration von Face ID in einem serienreifen iPhone Duo 2 ist nicht bestätigt. Apple könnte diese Technologie erst in einer späteren Generation einsetzen.
Weitere Verbesserungen beim iPhone Duo 2 denkbar
Neben Face ID und einer zusätzlichen Kamera stehen weitere mögliche Änderungen im Raum.
So soll Apple laut bisherigen Berichten auch über die Integration eines Action Buttons nachdenken. Diese frei belegbare Taste ist bereits von anderen iPhone-Modellen bekannt und könnte beispielsweise die Kamera, eine Kurzbefehlsfunktion oder andere Anwendungen starten.
Darüber hinaus gibt es Spekulationen über Änderungen an der Displaytechnik.
Das erste iPhone Duo verwendet eine spezielle Nanotexturbeschichtung auf dem inneren Display. Diese soll Spiegelungen reduzieren und die sichtbare Falte des Bildschirms weniger auffällig machen.
Eine frühere Meldung von Majin Bu deutete darauf hin, dass Apple für den Nachfolger mit einer anderen Displayoberfläche experimentieren könnte.
Ob das Unternehmen die Beschichtung tatsächlich verändert, bleibt offen. Die bisherigen Angaben lassen nicht erkennen, ob eine neue Technologie Vorteile bei Haltbarkeit, Bildqualität oder der Sichtbarkeit der Displayfalte bringen würde.
iPhone Duo und iPhone Duo 2: Was könnte sich verändern?
| Merkmal | iPhone Duo (2026) | iPhone Duo 2 (Gerüchte) |
|---|---|---|
| Rückkameras | 2 × 48 MP | Möglicherweise 3 Kameras |
| Telekamera | Keine separate Telekamera | Möglicherweise vorhanden |
| Entsperrung | Touch ID | Face ID wird angeblich getestet |
| Inneres Display | 7,6 Zoll OLED | Noch unbekannt |
| Äußeres Display | 5,4 Zoll OLED | Noch unbekannt |
| Action Button | Nein | Wird angeblich geprüft |
| Preis ab | 2.299 Euro | Noch unbekannt |
| Marktstart | 23. Oktober 2026 | Möglicherweise 2027 |
Die Angaben zum iPhone Duo 2 beruhen auf unbestätigten Berichten. Apple hat bislang weder die Ausstattung noch den Verkaufsstart eines Nachfolgers angekündigt.
Wann erscheint das iPhone Duo 2?
Ein offizieller Veröffentlichungstermin für das iPhone Duo 2 steht bislang nicht fest.
Als möglicher Zeitraum gilt das Jahr 2027. Besonders häufig wird der Herbst genannt, da Apple neue iPhone-Generationen traditionell im September präsentiert.
Einige frühere Gerüchte brachten allerdings auch einen früheren Marktstart im Frühjahr 2027 ins Gespräch. Verlässliche Hinweise auf einen solchen Zeitplan fehlen derzeit.
Für eine Veröffentlichung im zweiten Halbjahr 2027 spricht, dass Apple damit genügend Zeit hätte, Erfahrungen aus dem Verkauf der ersten Generation auszuwerten und technische Verbesserungen umzusetzen.
Gerade bei einem neuen Produkttyp wie dem iPhone Duo dürfte das Feedback der ersten Käufer eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören nicht nur Wünsche nach weiteren Kameras, sondern auch Erfahrungen mit der Haltbarkeit des Scharniers, dem faltbaren Display, der Akkulaufzeit und der Alltagstauglichkeit.
Wird das iPhone Duo 2 noch teurer?
Auch zum Preis des iPhone Duo 2 liegen keine bestätigten Informationen vor.
Das erste Modell startet in Deutschland bei 2.299 Euro mit 256 GB Speicher. Damit gehört es bereits zu den teuersten Smartphones auf dem Markt.
Eine zusätzliche Kamera, neue Face-ID-Komponenten und mögliche Verbesserungen am Display könnten die Produktionskosten erhöhen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Apple diese Kosten durch einen höheren Verkaufspreis weitergeben wird.
Ebenso wäre denkbar, dass technische Fortschritte und eine effizientere Produktion helfen, die Kosten zu senken.
Ob Apple den Einstiegspreis beibehält, erhöht oder reduziert, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös vorhersagen.
Fazit: Das iPhone Duo 2 könnte die Schwächen der ersten Generation beheben
Mit dem iPhone Duo hat Apple einen neuen Produkttyp eingeführt, der die Vorteile eines kompakten Smartphones mit der größeren Arbeitsfläche eines Tablets verbindet. Das faltbare Konzept ist technisch anspruchsvoll, bringt derzeit allerdings einige Kompromisse mit sich.
Eine dritte Kamera und Face ID wären deshalb sinnvolle Verbesserungen für die zweite Generation.
Vor allem eine echte Telekamera könnte das iPhone Duo 2 für Foto- und Videobegeisterte attraktiver machen. Face ID wiederum würde eine gewohnte Komfortfunktion zurückbringen, auf die Käufer anderer hochwertiger iPhone-Modelle nicht verzichten müssen.
Ob Apple diese Neuerungen bereits 2027 umsetzt, bleibt abzuwarten. Das aktuell verbreitete CAD-Bild ist nicht verifiziert und liefert noch keinen zuverlässigen Beweis für das endgültige Design.
Die Berichte über interne Face-ID-Prototypen deuten allerdings darauf hin, dass Apple bereits an technischen Verbesserungen arbeitet.
Für Käufer des ersten iPhone Duo bedeutet das: Das aktuelle Modell ist bereits eine neue Geräteklasse innerhalb des Apple-Ökosystems. Wer hingegen besonderen Wert auf eine Telekamera und Face ID legt, könnte beim möglichen Nachfolger besser aufgehoben sein.

